Woher kommt der Begriff "Psychologischer Arbeitsvertrag?
Ein psychologischer Arbeitsvertrag (auch: psychologischer Vertrag) ist ein Begriff aus der Arbeits- und Organisationspsychologie. Er bezeichnet die unausgesprochenen, subjektiven Erwartungen und Überzeugungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über Rechte, Pflichten und gegenseitige Verpflichtungen in einem Arbeitsverhältnis – jenseits des formellen, schriftlichen Arbeitsvertrags.
Merkmale eines psychologischen Arbeitsvertrags:
- Informell und unausgesprochen: Es geht um persönliche Erwartungen, nicht um juristisch fixierte Vereinbarungen.
- Subjektiv: Jeder Vertragsteilnehmer hat seine eigene Wahrnehmung davon, was vereinbart ist.
- Wechselseitig: Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer haben Erwartungen aneinander
- Einfluss auf Motivation und Zufriedenheit: Wird der psychologische Vertrag erfüllt, steigt die Zufriedenheit und Motivation. Bei „Vertragsbruch“ (z. B. wenn Erwartungen enttäuscht werden) kann es zu Frustration, innerer Kündigung oder Kündigung kommen.
- Grundlage für Vertrauen: Er beeinflusst, wie vertrauensvoll die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber ist.
- Dynamisch: Er entwickelt sich weiter, z. B. nach Beförderungen, Krisen oder Konflikten.
- Faire Behandlung
- Entwicklungsmöglichkeiten
- Jobsicherheit
- Wertschätzung und Anerkennung
Erwartungen von Arbeitgebern:
- Engagement und Loyalität
- Flexibilität und Einsatzbereitschaft
- Einhalten von Regeln und Deadlines
- Effizientes und selbstständiges Arbeiten

