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19 Januar, 2026

Feedback-Gespräche mit der SAGES-Formel

 Schwierige Gespräche mit der SAGES-Formel führen

Die SAGES-Formel ist ein einfaches und hilfreiches Modell aus der Kommunikation, vor allem für Feedbackgespräche, Konfliktgespräche und wertschätzende Kommunikation. Sie hilft, Botschaften klar, respektvoll und wirksam zu vermitteln.

SAGES steht für:

 S - Sichtweise schildern
Eigene Wahrnehmung oder Beobachtung beschreiben, ohne zu bewerten.
Beispiel: „Mir ist aufgefallen, dass du oft später zum Meeting kommst.“

A | Auswirkung beschreiben
 Erklären, welche Wirkung oder Bedeutung das Geschehen für einen selbst oder andere hat.
Beispiel: „Das führt dazu, dass wir später anfangen und in Zeitdruck geraten.“

G | Gefühle ausdrücken
 Eigene Gefühle in der Situation benennen.
Beispiel: „Ich fühle mich dadurch gestresst.“

E | Erwartung formulieren
Klar sagen, was man sich wünscht oder erwartet.
Beispiel: „Ich wünsche mir, dass du pünktlich bist.“ 

S | Schritt vereinbaren 
Gemeinsam einen konkreten nächsten Schritt festlegen.
Beispiel: „Können wir uns darauf einigen, dass du dich meldest, wenn du dich verspätest?“  


Der praxisorientierter Gesprächsleitfaden der SAGES-Formerl wird häufig in der Ausbildung von Führungskräften und im Personalmanagement eingesetzt und ein wichtiger Bestandteil im Führungskräftetraining, im Personalmanagement und im Kommunikationstraining. Zudem ergänzt die SAGES-Formel etablierte Kommunikationsansätze wie Ich-Botschaften, Feedbackregeln und das Modell der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. 

18 Januar, 2026

Psychologischer Arbeitsvertrag vs. juristischer Arbeitsvertrag

Woher kommt der Begriff "Psychologischer Arbeitsvertrag?

Ein psychologischer Arbeitsvertrag (auch: psychologischer Vertrag) ist ein Begriff aus der Arbeits- und Organisationspsychologie. Er bezeichnet die unausgesprochenen, subjektiven Erwartungen und Überzeugungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über Rechte, Pflichten und gegenseitige Verpflichtungen in einem Arbeitsverhältnis – jenseits des formellen, schriftlichen Arbeitsvertrags.


 

Merkmale eines psychologischen Arbeitsvertrags:

  • Informell und unausgesprochen: Es geht um persönliche Erwartungen, nicht um juristisch fixierte Vereinbarungen.
  • Subjektiv: Jeder Vertragsteilnehmer hat seine eigene Wahrnehmung davon, was vereinbart ist.
  • Wechselseitig: Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer haben Erwartungen aneinander
Warum ist der psychologische Arbeitsvertrag wichtig?
  • Einfluss auf Motivation und Zufriedenheit: Wird der psychologische Vertrag erfüllt, steigt die Zufriedenheit und Motivation. Bei „Vertragsbruch“ (z. B. wenn Erwartungen enttäuscht werden) kann es zu Frustration, innerer Kündigung oder Kündigung kommen.
  • Grundlage für Vertrauen: Er beeinflusst, wie vertrauensvoll die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber ist.
  • Dynamisch: Er entwickelt sich weiter, z. B. nach Beförderungen, Krisen oder Konflikten.
Erwartungen von Arbeitnehmern:
  • Faire Behandlung
  • Entwicklungsmöglichkeiten
  • Jobsicherheit
  • Wertschätzung und Anerkennung

Erwartungen von Arbeitgebern:
  • Engagement und Loyalität
  • Flexibilität und Einsatzbereitschaft
  • Einhalten von Regeln und Deadlines
  • Effizientes und selbstständiges Arbeiten

Der psychologische Arbeitsvertrag spielt eine zentrale Rolle in der Kommunikation von Führungskräften, weil unausgesprochene Erwartungen und wechselseitige Verpflichtungen nur durch klare, wertschätzende und vertrauensvolle Kommunikation erkannt, abgestimmt und aktiv gestaltet werden können.

Literatur: 
Denise Rousseau – eine führende Forscherin auf diesem Gebiet psychologische Arbeitsvertrag. Sie veröffentlichte 1995 das Buch Psychological Contracts in Organizations, eine Standardquelle zur Grundlage und Entwicklung des Konzepts.
 

01 Januar, 2026

Seminar Arbeitsrecht und Kommunikation für Führungskräfte

Neues Seminar: Arbeitsrecht und Kommunikation für Führungskräfte - sicher handeln, souverän führen

Überblick: Worum geht es in diesem Seminar?

Dieses Seminar vermittelt praxisnahes arbeitsrechtliches und kommunikatives Handwerkszeug für Führungskräfte und Personalverantwortliche. Im Mittelpunkt steht der souveräne Umgang mit Mitarbeitenden entlang des gesamten Beschäftigungszyklus – von der Stellenausschreibung über das laufende Arbeitsverhältnis bis hin zur Beendigung. Ziel ist es, Sicherheit im Handeln zu gewinnen und die Angst vor schwierigen Führungssituationen abzubauen. Dabei werden rechtliche Grundlagen konsequent mit konkreten Handlungsempfehlungen für den Führungsalltag verbunden.


Arbeitsrechtliche Grundlagen sicher anwenden

Die Teilnehmenden lernen, Arbeitsverträge rechtssicher zu gestalten, Änderungen korrekt umzusetzen und Befristungen sauber zu handhaben. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das im Führungsalltag häufig unbewusst verletzt wird – etwa bei Stellenausschreibungen oder Bewerbungsgesprächen. Ergänzend werden Direktionsrecht und Arbeitnehmerpflichten praxisnah erläutert, um rechtliche Spielräume sicher nutzen zu können.


Maßnahmen und Konfliktsituationen professionell meistern

Konflikte gehören zum Arbeitsalltag – Unsicherheit im Umgang damit jedoch nicht. Das Seminar zeigt, wann und wie Abmahnungen und Ermahnungen rechtssicher ausgesprochen werden und wie sie kommunikativ so geführt werden, dass sie Wirkung entfalten, ohne die Beziehung unnötig zu belasten. Ebenso werden Formen der Beendigung von Arbeitsverhältnissen behandelt, inklusive typischer Risiken und Fehler.

Ein zentrales Ziel ist es, die Angst vor unangenehmen Gesprächen abzubauen – insbesondere vor Kritikgesprächen, Abmahnungsgesprächen und Kündigungsgesprächen.


Kommunikation im Führungsalltag stärken

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der professionellen Gesprächsführung. Die Teilnehmenden lernen, Mitarbeitergespräche strukturiert aufzubauen, Kritik klar, wertschätzend und lösungsorientiert zu formulieren und sicher mit emotional herausfordernden Situationen umzugehen. Dazu gehören Gespräche mit erkrankten Mitarbeitenden, der Umgang mit Low Performern sowie die sachliche und respektvolle Durchführung von Beendigungsgesprächen. Ziel ist es, auch in schwierigen Situationen souverän, empathisch und rechtssicher zu agieren.


Moderne Tools im Personalmanagement nutzen

Abgerundet wird das Seminar durch einen Blick auf moderne Instrumente im Personalmanagement. Die Teilnehmenden erfahren, wie KI-Tools wie ChatGPT & Co. sinnvoll und verantwortungsvoll eingesetzt werden können, etwa zur Gesprächsvorbereitung oder Formulierungshilfe. Zudem wird vermittelt, wie Arbeitszeugnisse rechtssicher, klar und nachvollziehbar erstellt werden.


Warum sollte man dieses Seminar besuchen?

  • Sicherheit statt Unsicherheit: Sie verlieren die Angst vor schwierigen Gesprächen und gewinnen Handlungssicherheit.
  • Rechtssicher handeln: Sie minimieren arbeitsrechtliche Risiken und vermeiden typische Fehler.
  • Souverän kommunizieren: Sie lernen, auch unangenehme Botschaften klar, fair und professionell zu vermitteln.
  • Praxisorientiert: Viele Beispiele und konkrete Leitfäden für den Führungsalltag.
  • Modern & aktuell: Einbindung zeitgemäßer HR-Tools und aktueller Anforderungen.


Zielgruppe: Für wen ist das Seminar geeignet?

Das Seminar richtet sich an Führungskräfte, Personalverantwortliche, Mitarbeitende aus Personalabteilungen, Personalräte sowie Entscheider im öffentlichen Dienst und im Gesundheitswesen, die rechtliche Sicherheit gewinnen, kommunikative Stärke ausbauen und schwierige Gespräche souverän führen möchten.

Digitale Entgeltabrechnung

Beschäftigte haben keinen Anspruch auf Erteilung von Abrechnungen in „Papierform“  Urteil BAG vom 28. Januar 2025 Aktenzeichen: 9 AZR 48/24 ...